
So, ich bin wieder gut in Kisii angekommen, diesmal auch ohne irgendwelche Probleme an der Grenze, so ein Glück!
Kampala war an sich eine sehr schöne Zeit, es eignet sich aber meiner Meinung nach eher zum Urlaub machen, anstatt so viele Freiwillige zum Arbeiten dorthin zu schicken (über 15 sind in Kampala stationiert). Das ist doch Geldverschwendung, wenn manche die Freiwilligen nur vier Stunden in der Woche arbeiten und niemand ist dort, um das auf irgendeine Art zu kontrollieren. Wenn so viele Weltwärtsler auf einem Haufen in einer Großstadt sind, muss man doch erwarten, dass diejenigen sich gegenseitig alles andere als motivieren, meist wird Party gemacht oder gechillt.
Wie beschrieben, wollte ich noch auf die Gefahren in Kampala zurückkommen, diese stelle ich anhand von Erlebnissen der Freiwilligen dar: Die allgegenwärtige Gefahr besteht darin, ausgeraubt zu werden, wie es sechs VIA-Weltwärtslern passiert ist. Zwei haben auch noch einen Schlag auf den Kopf bzw. ins Gesicht kassiert, ein Fall musste genäht werden. Oft sind es die Motorradtaxen, die sich untereinander absprechen und während der Fahrt anhalten, plötzlich ist noch ein zweiter oder dritter Fahrer anwesend und dann muss alles herausgegeben werden, was man so bei sich trägt.
Taschendiebe gibt es sowieso, aber das ist kaum erwähnenswert, da es diese in jeder großen Stadt gibt.
Dann gibt es auch noch Fälle wie Matatu- oder Motorradtaxiunfälle, diese sind in Kampala an der Tagesordnung und enden meist tödlich oder mit sehr üblen Verletzungen. Das Schlimmste dabei ist, dass sich die anderen Bürger keinen Deut darum kümmern, falls der Verletzte kein Geld für ein Taxi hat, wird er auch nicht ins Krankenhaus gebracht.
Eine sehr krasse Geschichte wurde mir auch erzählt, während eine Freiwillige auf einem Motorradtaxi saß, wurde dem Fahrer in den Hals geschossen, worauf beide hingeknallt sind und der Fahrer in den Armen der Freiwilligen gestorben ist. Der Schütze wurde daraufhin wahrscheinlich gelyncht, da kann man aber nur spekulieren.
Ich bin gänzlich unbeschadet aus Kampala zurückgekommen.
Sonst gibt es nicht so viel zu erzählen, selbstverständlich habe ich etwas Urlaubsprogramm gemacht, Sightseeing, ich war auf einem Konzert von Beenieman, habe mich über europäisches Essen gefreut und ein Projekt besucht.
