Kenia-Blog

9. März 2010

Kurztrip Nakuru

Nakuru, die Stadt, in der ich ursprünglich hätte arbeiten sollen. Über's Wochenende bin ich zusammen mit Lara und Nadine dorthin gefahren, um einigen Studenten aus Kisii bei Sportwettbewerben an der hiesigen Uni zuzusehen. Ca. dreieinhalb Stunden waren wir unterwegs, vom Nakuru Matatuplace direkt wieder aus der Stadt raus zur Egerton University. Dort haben wir einige der planlosen Studenten getroffen, die gerade wieder auf dem Weg zu ihrem Bus waren, um sich zu einer High School fahren zu lassen, da die Sportplätze an Quantität begrenzt waren und man auf die High Schools ausweichen musste. Also sind wir alle ab in den Bus und mit viel Geholper dorthin.
Dort haben die Studenten dann Basketball gespielt, während wir am Rand saßen und uns einen kräftigen Sonnenbrand geholt haben. Gegen Abend fuhren wir gemeinsam in die Stadt und sind in einem Guesthouse untergekommen, um Geld zu sparen haben wir zu sechst nur ein Doppelzimmer genommen. In Kenia ist man oft sehr praktisch, man schläft einfach zu vielfacht in einem Bett, das klappt in der Regel schon.
Später waren wir noch ein bisschen aus und haben uns schließlich in mit recht beschränktem 'Rollfeld' in die Betten gequetscht.
Am nächsten Morgen ging's erneut zu den Basketballspielen, wir sind zwischen diversen Schulen hin- und hergefahren und haben uns die Spiele angesehen. Diesmal war der Sonnenbrand dann noch stärker, sodass wir alle nicht so wahnsinnig gute Laune hatten. Ursprünglich hatten wir geplant, alle mit dem Bus der Kisii-Universität zurück zu fahren, allerdings schienen die Spiele um 5 Uhr nachmittags immer noch kein Ende zu nehmen, worauf ich dann alleine zurück nach Nakuru gefahren bin. Nachdem ich mir eine Viertelstunde lang anhören durfte, dass ich ein Kiswahili-Lehrbuch ganz sicher bräuchte und dass ich dem Herrn Verkäufer nun bitte eine Zigarette geben solle, unabhängig davon, dass ich keine hatte, er hätte sich ja schließlich wirklich sehr lange mit mir unterhalten. Um etwa 7 Uhr starteten wir dann endlich in Nakuru und dreieinhalb Stunden später war ich wieder gut zu Hause angekommen.
Angesichts dessen, dass die anderen beiden erst um 1 Uhr nachts wieder zurück waren, war ich im Nachhinein ganz froh, 400 Schilling (4 Euro) für die Fahrt ausgegeben zu haben.

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